Auf Augenhöhe

Angebote für Menschen mit Behinderung

In der Schule gemeinsam leben und lernen.

3. Fachtag Schulbegleitung am 27. März in der Philosophischen Fakultät der FAU in Nürnberg

Unter dem Motto „In der Schule gemeinsam leben und lernen" veranstaltet die Rummelsberger Diakonie am Freitag, 27. März, den 3. Fachtag „Schulbegleitung und Unterricht“. Er findet von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr in der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Regensburger Straße 160, in Nürnberg statt. Die Veranstaltung richtete sich an Lehrkräfte, Eltern, Schulbegleitungen, Studierende und Interessierte.

Prof. Dr. Kerstin Merz-Atalik von der Pädagogische Hochschule Ludwigsburg hält ein Impulsreferat zum Thema "Herausforderung und Chancen der Schulbegleitung in inklusiven Bildungssituationen". Außerdem gibt es 14  Workshops zu verschiedenen Aspekten der Schulbegleitung. Kooperationspartner sind die Lernwirkstatt Inklusion, das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie der Stadt Nürnberg (IPSN) und das Institut für Grundschulforschung der FAU. Der Fachtag wird unterstützt von der Aktion Mensch.

Um besser planen zu können, wird um eine Anmeldung bis zum 13. März 2020 gebeten. Bitte per E-Mail an Offene-Angebote-AmbD@rummelsberger.net oder online unter http://schulbegleitung.lernwirkstatt-inklusion-nl.de/index.php/anmeldung-3/. Bitte geben Sie den Workshop-Wunsch an! Infos zum Tagungsbeitrag stehen im Flyer, den Sie rechts oben lesen können.

Im Folgenden lesen Sie eine kurze Beschreibung der Workshops:

„Planung, Vorbereitung und Reflexion von Co-Teaching und Teamarbeit im inklusiven Unterricht“ von Professorin Dr. Kerstin Merz-Atalik von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
In dem Workshop werden anhand von Interviews mit Teams zum Co-Teaching (Sonderpädagogin und Grundschullehrerin) und Erkenntnissen aus der Forschung wesentliche Aspekte der Teamarbeit im inklusiven Unterricht herausgearbeitet. Auf der Basis der eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden sollen diese vertieft und Konzepte der Teamarbeit reflektiert werden. Darüber hinaus wird ein Fundus an Materialien für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Teamarbeit vorgestellt

„Wir sind dann mal im Nebenraum?!“ – Begleitung eines Kindes mit hohem sonderpädagogischen 
Förderbedarf in der allgemeinen Schule von Barbara Reuter, Studienrätin im Förderschuldienst, Förderzentrum geistige Entwicklung, MSD-Team 

Sind Schulbegleitungen eine Art „Hilfslehrkräfte“? Was erwarten Lehrkräfte an allgemeinen Schulen von Schulbegleitern – was können sie erwarten? Was tue ich, wenn das zu begleitende Kind nicht mit mir arbeitet?? Diskussion der Aufgaben und der Rolle von Schulbegleitungen von Kindern mit hohem sonderpädagogischen Förderbedarf.

„Schulbegleitung als Unterstützung für Schüler_innen im Autismus-Spektrum” von Christine Rittmaier-Matzick, Sonderschulkonrektorin an der Jakob-Herz-Schule, Fachberaterin für Menschen im Autismus-Spektrum 
Während eines Teils oder auch der gesamten Schulzeit unterstützt die Schulbegleitung einen Schüler/eine Schülerin, um die behinderungsbedingten Beeinträchtigungen auszugleichen. Damit ein solcher Einsatz gelingen kann, ist eine klare Struktur notwendig. Im Workshop sollen Faktoren für das Gelingen von Schulbegleitung zwischen Schulbegleitung, Schüler*in, Lehrkraft, Eltern und Mitschüler*innen herausgearbeitet werden.

„Die TEACCH-Methode im Unterricht“ von Dagmar Elmers, Heilpädagogin und Dipl.-Sozialpädagogin (FH), 
Autismus-Ambulanz der Stadtmission

Die TEACCH-Methode unterstützt Kinder aus dem Autismus-Spektrum dabei, ihren Alltag zu strukturieren und zu bewältigen. Sie folgt einem ganzheitlichen pädagogisch-therapeutischen Ansatz. Im Workshop lernen Sie die Grundsätze der Methode kennen und erfahren  praktische Beispiele.

„Und nun – was tun?“ – Konkrete Interventionen für den Schulalltag bei ADHS von Ursula Wendeberg, Pädagogin M.A, Leitung, ADHS-Beratung Regensburg
Der Workshop stellt pädagogische Grundlagen im spezifischen Umgang mit ADHS vor. Er gibt konkrete Anregungen, wie Schulbegleitungen die betroffenen Kinder unterstützen können, sich an Regeln zu halten und ein angemessenes Arbeitsverhalten zu entwickeln. 

„Lernen begleiten.“ – Wo steht das Kind? Wie kann ich sein Lernen unterstützen? von Christina Thiele, M.A. Päd., StRin RS, Fachbereich Inklusion, Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg IPSN
Sie erfahren, wie Sie das Vorwissen und den Lerntyp eines Kindes/Jugendlichen erkennen und den Lernprozess sinnvoll und mit geeigneten Methoden unterstützen können.

Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern von Michael Görgner, Konrektor, Otfried-Preußler-Schule,  Sonderpädagogisches Förderzentrum Erlangen

„Schulbegleiterpool“ – ein innovatives Konzept – erste Erfahrungen mit der Umsetzung von Birgit Salomon, 
Bezirk Mittelfranken und  Michael Dubno, Leitung Schulbegleiterdienst, Lebenshilfe Nürnberg e.V.

Seit dem Schuljahr 2019/20 läuft an drei Förderzentren für geistige Entwicklung in der Metropolregion das Modellprojekt “Schulbegleiterpool“. Die Erwartungen, wie z.B.  passgenauere Hilfe für die Leistungsberechtigten aufgrund der neu gewonnenen Flexibilität, Schaffen von Synergieeffekten und vor allem die Verbesserung der Situation der Schulbegleiter selbst, waren im Vorfeld groß, aber es wurden auch Bedenken geäußert. Über den IST-Stand, anhand der Erfahrungen aus dem ersten Schulhalbjahr und die angestrebten Ziele, wird bei diesem Workshop sowohl von Kostenträgerseite als auch aus der Perspektive eines Leistungsanbieters berichtet.

Bildungsarbeit ist immer auch Beziehungsarbeit! von Sybille Stoltz, Dozentin für Psychologie, Staatsinstitut Ansbach
Meine Haltung zu mir bestimmt meine Haltung zu Dir. Nur der Mensch, der sich achtet, der seinen Wert erkennt und schätzt, nur dieser Mensch lässt sich auf eine Beziehung ein. Eine förderliche pädagogische Arbeit gelingt dort, wo eine authentische und liebevolle Beziehung gelebt wird. Und dort, wo diese Form der Beziehung gelebt wird, dort wird auch gelernt! Diese Inhalte werden uns in diesem Workshop beschäftigen.

Bindung - frühe Erfahrungen und ihre Bedeutung von Uta Strömsdörfer, Diplom-Psychologin, Rummelsberger Diakonie
Die Bindungstheorie geht davon aus, dass frühe Erfahrungen mit wichtigen Bindungspersonen wesentlich bestimmen, wie wir mit anderen Menschen umgehen. In diesem Workshop werden Sie mit den Ideen der Bindungstheorie vertraut gemacht und verschieden Bindungsstile kennenlernen. Zudem werden wir uns damit befassen, warum es sich häufig als große Herausforderung darstellt, seelisch verletzte Kinder in ihrem herausfordernden Verhalten zu begleiten. Dazu werden wir uns mit den unterschiedlichen Formen sogenannter „Bindungsstörungen“ vertraut machen.

Du – Ich – Wir – Alltagskonflikte einfach beilegen von Anja Büttner und Christina Ascher, Lehrerinnen, Grundschulen Vorra und Hersbruck
Lernen Sie in diesem Workshop eine einfache, effektive und erprobte Methode kennen, mit der die Kinder auf jedem Sprachniveau selbstständig Alltagskonflikte beilegen können. Das bildunterstützte Verfahren lässt sich in jeder Lerngruppe anwenden und kann für die ganze Schule eingeführt werden.

Trauma – Kinder – Schule von Irmingard Fritsch und Kerstin Kählig, Pädagoginnen, Traumafachberaterinnen, Rummelsberger Diakonie
Kinder mit einem besonderen Förderbedarf sind überdurchschnittlich häufig von Traumatisierung betroffen. Wie erkennen Mitarbeitende die entsprechenden Symptome? Wie können Schulbegleitungen handeln, um Retraumatisierungen zu vermeiden? Nach einer theoretischen Einführung erhalten Sie im Workshop konkrete Handlungsempfehlungen für ein Trauma sensibles Arbeiten in der Schule.

Wer darf was und wer ist dann verantwortlich? Rechtliche Aspekte der Schulbegleitung von  Cornelia Preu-Use, Rechtsreferentin, Diakonisches Werk Bayern
Haftungsfragen werden immer wichtiger und verunsichern Lehrkräfte, Schulbegleitungen und Eltern. Im Workshop können Fragen geklärt und Beispiele diskutiert werden.

Wann bekommt mein Kind eine Schulbegleitung? Voraussetzungen und Antragsverfahren von Uwe Kronbeck 
Abteilungsleiter, Jugendamt Nürnberg, und Klaus Zander, Bezirk Mittelfranken

Die Kosten für eine Schulbegleitung werden je nach Unterstützungsbedarf vom Bezirk oder vom Jugendamt übernommen. In diesem Workshop erfahren Sie, wann welcher Kostenträger zuständig ist und welche Schritte jeweils unternommen werden müssen.

 

Informationen zum 3. Fachtag Schulbegleitung