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08.08.2018

Sonderprogramm zur Förderung von inklusivem Wohnraum kommt

Rummelsberger Diakonie und Diakonie Neuendettelsau begrüßen Kabinettsbeschluss

Rummelsberg/Neuendettelsau – Die Rummelsberger Diakonie und die Diakonie Neuendettelsau begrüßen den Beschluss des Bayerischen Kabinetts, ein Sonderinvestitionsprogramm des Freistaats zur Förderung von inklusivem Wohnraum für Menschen mit Behinderung aufzulegen.

Die beiden diakonischen Unternehmen hatten die Forderung nach einem solchen Programm bei einem Pressegespräch in Nürnberg vor zwei Wochen unterstrichen. Sozialministerin Kerstin Schreyer machte sich außerdem vor wenigen Tagen bei einem Besuch der Einrichtungen für Menschen mit Behinderung der Diakonie Neuendettelsau in Polsingen (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) ein persönliches Bild von der Situation. Im Rahmen der Visite, bei der sie mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern ins Gespräch kam, sagte sie zu, sich bei der Kabinettssitzung für ein solches Sonderinvestitionsprogramm stark zu machen.

„Auch wenn die Laufzeit von 20 Jahren ziemlich lang gestreckt ist und die Mittel nicht reichen werden, um alle Wünsche zu erfüllen, geht die Staatsregierung damit einen wichtigen Schritt in Richtung Teilhabe“, sagte Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau. „Wir werden jetzt schnell die bereits geplanten und weitere Projekte umsetzen und attraktive Wohnangebote für Menschen mit Behinderung schaffen. Damit wird es möglich, eine wesentliche Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bayern schneller zu erfüllen“, so Dr. Günter Breitenbach, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie. 

Im Rahmen der Konversion werden die historisch gewachsenen, großen und häufig ländlichen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung dezentralisiert und weiter entwickelt. Das Ziel sind kleinere Häuser in Wohngebieten von Städten und Gemeinden mit guter Infrastruktur sowie eine Öffnung der Traditionseinrichtungen, die gerade für Menschen mit schwereren Behinderungen noch immer ein gutes Lebensumfeld bieten. Oft entsprechen die Häuser dort aber nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Wohnqualität und Pflege, so dass Ersatzbauten nötig sind. Allein die bayerischen Diakonien benötigen bis 2030 für den Prozess der Konversion 206 Millionen Euro.


Von: Thomas Schaller und Bettina Nöth

Inklusion: Im Landkreis Haßberge, wie hier in Ebern, bietet die Rummelsberger Diakonie Menschen mit Behinderung attraktive Wohnformen mitten in den Ortschaften an. Foto: Simon Malik

08.08.2018

Sonderprogramm zur Förderung von inklusivem Wohnraum kommt

Rummelsberger Diakonie und Diakonie Neuendettelsau begrüßen Kabinettsbeschluss

Rummelsberg/Neuendettelsau – Die Rummelsberger Diakonie und die Diakonie Neuendettelsau begrüßen den Beschluss des Bayerischen Kabinetts, ein Sonderinvestitionsprogramm des Freistaats zur Förderung von inklusivem Wohnraum für Menschen mit Behinderung aufzulegen.

Die beiden diakonischen Unternehmen hatten die Forderung nach einem solchen Programm bei einem Pressegespräch in Nürnberg vor zwei Wochen unterstrichen. Sozialministerin Kerstin Schreyer machte sich außerdem vor wenigen Tagen bei einem Besuch der Einrichtungen für Menschen mit Behinderung der Diakonie Neuendettelsau in Polsingen (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) ein persönliches Bild von der Situation. Im Rahmen der Visite, bei der sie mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern ins Gespräch kam, sagte sie zu, sich bei der Kabinettssitzung für ein solches Sonderinvestitionsprogramm stark zu machen.

„Auch wenn die Laufzeit von 20 Jahren ziemlich lang gestreckt ist und die Mittel nicht reichen werden, um alle Wünsche zu erfüllen, geht die Staatsregierung damit einen wichtigen Schritt in Richtung Teilhabe“, sagte Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau. „Wir werden jetzt schnell die bereits geplanten und weitere Projekte umsetzen und attraktive Wohnangebote für Menschen mit Behinderung schaffen. Damit wird es möglich, eine wesentliche Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bayern schneller zu erfüllen“, so Dr. Günter Breitenbach, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie. 

Im Rahmen der Konversion werden die historisch gewachsenen, großen und häufig ländlichen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung dezentralisiert und weiter entwickelt. Das Ziel sind kleinere Häuser in Wohngebieten von Städten und Gemeinden mit guter Infrastruktur sowie eine Öffnung der Traditionseinrichtungen, die gerade für Menschen mit schwereren Behinderungen noch immer ein gutes Lebensumfeld bieten. Oft entsprechen die Häuser dort aber nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Wohnqualität und Pflege, so dass Ersatzbauten nötig sind. Allein die bayerischen Diakonien benötigen bis 2030 für den Prozess der Konversion 206 Millionen Euro.


Von: Thomas Schaller und Bettina Nöth

Inklusion: Im Landkreis Haßberge, wie hier in Ebern, bietet die Rummelsberger Diakonie Menschen mit Behinderung attraktive Wohnformen mitten in den Ortschaften an. Foto: Simon Malik