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12.02.2019

Hohe Nachfrage nach Plätzen

Marisa Opel leitet die Förderstätte der Wichernhaus-Werkstätten in Altdorf

Altdorf – Marisa Opel (25) leitet seit Ende des vergangenen Jahres die Förderstätte für Erwachsene der Wichernhaus-Werkstätten in Altdorf. Zurzeit besuchen 31 Menschen mit einer überwiegend körperlichen Behinderung die Einrichtung der Rummelsberger Diakonie. Die Förderstätte hat sieben Gruppen, in denen die Beschäftigten verschiedene Arbeiten erledigen. Sie flechten Tetra-Pak-Taschen, üben Montagearbeiten aus der Werkstatt oder beschäftigen sich kreativ mit verschiedenen Materialien. Außerdem führen sie Übungen aus der Therapie durch, zum Beispiel Geh- und Stehtraining. Weil die Nachfrage schon seit Jahren groß ist, hat die Rummelsberger Diakonie seit 2017 um fünf Plätze erweitert. „Zurzeit haben wir wieder drei Anfragen von Menschen mit Behinderung, die gerne bei uns arbeiten möchten“, berichtet Opel.

Als wichtiges Ziel der heilpädagogischen Arbeit sieht die angehende Sozialwirtin, dass die Frauen und Männer möglichst selbstbestimmt und selbständig leben können. Viele Beschäftigte wollten zum Beispiel einüben, selbst an ihre Termine zu denken und nicht von anderen daran erinnert werden zu müssen. „Als erstes werden dafür systematische Förderpläne mit den Beschäftigten erstellt“, erklärt Opel. In den Förderplänen werden Ziele vereinbart und die individuelle Unterstützung durch Mitarbeitende übersichtlich und transparent vereinbart.

Viel verspricht sich die neue Leiterin von der Digitalisierung in der Rummelsberger Diakonie. „Gerade testen wir eine geschützte Onlineplattform, auf der Mitarbeitende sich vernetzen können. Dort können ähnlich wie in sozialen Netzwerken Arbeitsgruppen erstellt und für die Mitglieder wichtige Dokumente und Protokolle zugänglich gemacht werden“, sagt Marisa Opel. Die Plattform kommt künftig vielleicht auch in Frage, damit sich Menschen mit Behinderung im Wichernhaus untereinander austauschen können.

Marisa Opel lebt in Nürnberg. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gemacht. Seit vier Jahren arbeitet sie im Wichernhaus und absolviert gerade berufsbegleitend eine Weiterbildung zur Sozialwirtin. Opel folgt auf Diakon Stefan Schurkus, der nun den Wurzhof der Rummelsberger Diakonie in Postbauer-Heng leitet.


Von: Heike Reinhold

Marisa Opel ist die neue Chefin der Förderstätte der Wichernhaus-Werkstätten der Rummelsberger Diakonie in Altdorf. Foto: Heike Reinhold

12.02.2019

Hohe Nachfrage nach Plätzen

Marisa Opel leitet die Förderstätte der Wichernhaus-Werkstätten in Altdorf

Altdorf – Marisa Opel (25) leitet seit Ende des vergangenen Jahres die Förderstätte für Erwachsene der Wichernhaus-Werkstätten in Altdorf. Zurzeit besuchen 31 Menschen mit einer überwiegend körperlichen Behinderung die Einrichtung der Rummelsberger Diakonie. Die Förderstätte hat sieben Gruppen, in denen die Beschäftigten verschiedene Arbeiten erledigen. Sie flechten Tetra-Pak-Taschen, üben Montagearbeiten aus der Werkstatt oder beschäftigen sich kreativ mit verschiedenen Materialien. Außerdem führen sie Übungen aus der Therapie durch, zum Beispiel Geh- und Stehtraining. Weil die Nachfrage schon seit Jahren groß ist, hat die Rummelsberger Diakonie seit 2017 um fünf Plätze erweitert. „Zurzeit haben wir wieder drei Anfragen von Menschen mit Behinderung, die gerne bei uns arbeiten möchten“, berichtet Opel.

Als wichtiges Ziel der heilpädagogischen Arbeit sieht die angehende Sozialwirtin, dass die Frauen und Männer möglichst selbstbestimmt und selbständig leben können. Viele Beschäftigte wollten zum Beispiel einüben, selbst an ihre Termine zu denken und nicht von anderen daran erinnert werden zu müssen. „Als erstes werden dafür systematische Förderpläne mit den Beschäftigten erstellt“, erklärt Opel. In den Förderplänen werden Ziele vereinbart und die individuelle Unterstützung durch Mitarbeitende übersichtlich und transparent vereinbart.

Viel verspricht sich die neue Leiterin von der Digitalisierung in der Rummelsberger Diakonie. „Gerade testen wir eine geschützte Onlineplattform, auf der Mitarbeitende sich vernetzen können. Dort können ähnlich wie in sozialen Netzwerken Arbeitsgruppen erstellt und für die Mitglieder wichtige Dokumente und Protokolle zugänglich gemacht werden“, sagt Marisa Opel. Die Plattform kommt künftig vielleicht auch in Frage, damit sich Menschen mit Behinderung im Wichernhaus untereinander austauschen können.

Marisa Opel lebt in Nürnberg. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gemacht. Seit vier Jahren arbeitet sie im Wichernhaus und absolviert gerade berufsbegleitend eine Weiterbildung zur Sozialwirtin. Opel folgt auf Diakon Stefan Schurkus, der nun den Wurzhof der Rummelsberger Diakonie in Postbauer-Heng leitet.


Von: Heike Reinhold

Marisa Opel ist die neue Chefin der Förderstätte der Wichernhaus-Werkstätten der Rummelsberger Diakonie in Altdorf. Foto: Heike Reinhold