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09.10.2018

Besondere Welt

Die Bilder des spanischen Künstlers Jordi Fernandez Aubanell werden in der Fachakademie für Heilpädagogik ausgestellt

Rummelsberg – „Geschenk: Besondere Welt“ und „Der Schmetterlingskönig der Spielzeuge“: Die Kunstwerke des spanischen Künstlers Jordi Fernandez Aubanell sind so außergewöhnlich wie ihre Namen und wie der Künstler selbst. Der 31-jährige Spanier lebt in Malgrat de Mar und arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Über Umwege hat Thorsten Franke, Dozent an der Fachakademie für Heilpädagogik von den Kunstwerken des jungen Mannes erfahren und bei einem Deutschlandbesuch eine Begegnung mit Studierenden und Lehrkräften ermöglicht.

Nun hängen 28 Werke des Künstlers in den Räumen der Fachakademie, viele sind schon mit einem roten Punkt gekennzeichnet: Diese Bilder sind bereits verkauft. Die Schwester des Künstlers ist zur Vernissage in die Schule gekommen, gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann. Jordi Fernandez Aubanell selber kann nicht da sein. „Er verreist nicht so gerne, seine täglichen Rituale sind ihm sehr wichtig“, erklärt die Schwester. „Jeden Tag um 19.00 Uhr baut er seine Zeichenutensilien auf und dann ist Zeit zum Malen. Früher war das unsere gemeinsame Hausaufgabenzeit.“ Jedes Kunstwerk entsteht auf die gleiche Weise, dennoch ähnelt keines dem anderen. Ein rechteckiger Rahmen, die Formen mit Bleistift vorgezeichnet, dann mit schwarz nachgefahren. Jedes kleine Feld wird separat ausgemalt, auf eine gute Qualität der Stifte legt der junge Mann viel wert. Das Ergebnis: Farbenfrohe Bilder, die fröhlich, aber auch nachdenklich machen können. „Mich rühren diese Bilder sehr an“, sagt Thorsten Franke, „man merkt genau, wie viel von sich er hineingelegt hat.“

Auch den Gästen der Vernissage gefallen die Bilder. „Ich finde das mit dem blauen Schnee am schönsten“, ist eine Dozentin begeistert. Schnell klebt sie einen roten Punkt auf den Rahmen. „Da wird Jordi sich freuen“, lacht seine Schwester. „Bisher hat er seine Bilder an die Verwandten verschenkt. Für uns hat er die Hochzeitseinladung gestaltet und seine liebsten Bilder werden von den Eltern auch auf Tassen oder T-Shirts gedruckt.“ Was der jüngere Bruder sich wohl von dem verdienten Geld kaufen möchte? „Er hat eigentlich nicht sehr viele Wünsche. Vielleicht neue Stifte. Und er möchte seine Freundin ins Kino einladen“, lacht die Schwester.

Die Bilder des Künstlers werden auch in den nächsten Wochen jeweils Mittwochs- und Freitagsvormittags in der Fachakademie für Heilpädagogik, Rummelsberg 74 in Schwarzenbruck, zu bewundern und käuflich zu erwerben sein.


Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

Das farbenfrohe Bild mit den blauen Schnee ist bereits verkauft: Der rote Klebepunkt weist darauf hin.

Die Gäste nehmen den abwesenden Künstler Jordi Fernandez Aubanell durch ein Portraitfoto von ihm in ihre Mitte. Schwester des Künstlers: Mitte; rechts daneben: Thorsten Franke.

09.10.2018

Besondere Welt

Die Bilder des spanischen Künstlers Jordi Fernandez Aubanell werden in der Fachakademie für Heilpädagogik ausgestellt

Rummelsberg – „Geschenk: Besondere Welt“ und „Der Schmetterlingskönig der Spielzeuge“: Die Kunstwerke des spanischen Künstlers Jordi Fernandez Aubanell sind so außergewöhnlich wie ihre Namen und wie der Künstler selbst. Der 31-jährige Spanier lebt in Malgrat de Mar und arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Über Umwege hat Thorsten Franke, Dozent an der Fachakademie für Heilpädagogik von den Kunstwerken des jungen Mannes erfahren und bei einem Deutschlandbesuch eine Begegnung mit Studierenden und Lehrkräften ermöglicht.

Nun hängen 28 Werke des Künstlers in den Räumen der Fachakademie, viele sind schon mit einem roten Punkt gekennzeichnet: Diese Bilder sind bereits verkauft. Die Schwester des Künstlers ist zur Vernissage in die Schule gekommen, gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann. Jordi Fernandez Aubanell selber kann nicht da sein. „Er verreist nicht so gerne, seine täglichen Rituale sind ihm sehr wichtig“, erklärt die Schwester. „Jeden Tag um 19.00 Uhr baut er seine Zeichenutensilien auf und dann ist Zeit zum Malen. Früher war das unsere gemeinsame Hausaufgabenzeit.“ Jedes Kunstwerk entsteht auf die gleiche Weise, dennoch ähnelt keines dem anderen. Ein rechteckiger Rahmen, die Formen mit Bleistift vorgezeichnet, dann mit schwarz nachgefahren. Jedes kleine Feld wird separat ausgemalt, auf eine gute Qualität der Stifte legt der junge Mann viel wert. Das Ergebnis: Farbenfrohe Bilder, die fröhlich, aber auch nachdenklich machen können. „Mich rühren diese Bilder sehr an“, sagt Thorsten Franke, „man merkt genau, wie viel von sich er hineingelegt hat.“

Auch den Gästen der Vernissage gefallen die Bilder. „Ich finde das mit dem blauen Schnee am schönsten“, ist eine Dozentin begeistert. Schnell klebt sie einen roten Punkt auf den Rahmen. „Da wird Jordi sich freuen“, lacht seine Schwester. „Bisher hat er seine Bilder an die Verwandten verschenkt. Für uns hat er die Hochzeitseinladung gestaltet und seine liebsten Bilder werden von den Eltern auch auf Tassen oder T-Shirts gedruckt.“ Was der jüngere Bruder sich wohl von dem verdienten Geld kaufen möchte? „Er hat eigentlich nicht sehr viele Wünsche. Vielleicht neue Stifte. Und er möchte seine Freundin ins Kino einladen“, lacht die Schwester.

Die Bilder des Künstlers werden auch in den nächsten Wochen jeweils Mittwochs- und Freitagsvormittags in der Fachakademie für Heilpädagogik, Rummelsberg 74 in Schwarzenbruck, zu bewundern und käuflich zu erwerben sein.


Von: Diakonin Arnica Mühlendyck

Das farbenfrohe Bild mit den blauen Schnee ist bereits verkauft: Der rote Klebepunkt weist darauf hin.

Die Gäste nehmen den abwesenden Künstler Jordi Fernandez Aubanell durch ein Portraitfoto von ihm in ihre Mitte. Schwester des Künstlers: Mitte; rechts daneben: Thorsten Franke.