Auf Augenhöhe

Angebote für Menschen mit Behinderung

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26.09.2018

„Ich sehe uns als Lotsen“

Neues Beratungsangebot unterstützt Menschen mit Behinderung bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Roth/ Schwabach – Im Landkreis Roth und der Stadt Schwabach gibt es ein neues Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung, deren Angehörige und Interessierte: die sogenannte Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB. Das Beratungsangebot wird auf Grundlage des Bundesteilhabegesetzes eingeführt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert; umgesetzt wird es unter anderem vom Rother Inklusionsnetzwerk e.V. Die Rummelsberger Diakonie unterstützt die Beratungsstelle und ist Mitglied im Trägerverein. Projektleiterin Janet Meyer erklärt die Ziele des neuen Angebots.

Frau Meyer, welches Ziel verfolgt die neue Teilhabeberatung?

Menschen mit Behinderung sollen selbstbestimmt leben können. Hier in der Region gibt es schon ein breites Spektrum an unterstützenden Angeboten. Wir wollen dazu keine Konkurrenz sein, sondern den Betroffenen aufzeigen, welche Möglichkeiten sie haben. Ich sehe uns daher als Lotsen. Ich schaue, welcher Bedarf da ist und vermittle dann entsprechend weiter. Dabei soll der Ratsuchende immer selbst entscheiden, welche Hilfe er annehmen möchte. Besonderheit der EUTB des Rother Inklusionsnetzwerks e.V. ist, dass bei uns Menschen mit Behinderung andere Menschen mit Behinderung unterstützen.

Wie sieht diese Unterstützung konkret aus?

Bei uns arbeiten sogenannte Peer-Lotsen, das sind ehrenamtliche Erfahrungsgeber. Es sind Menschen mit Behinderung, die wir als Experten in eigener Sache ansehen. Aktuell haben wir 17 Peer-Lotsen. Sie begegnen den Ratsuchenden auf Augenhöhe. Bei der Beratung und Unterstützung können sie auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Die Peer-Lotsen arbeiten ehrenamtlich. Ich begleite und unterstütze sie, indem sie regelmäßig geschult werden und in engem Austausch mit mir stehen. Bei Feedback-Tagen reflektieren und besprechen wir die Beratungen. Bei Bedarf holen wir uns dann auch externe Referenten für Fortbildungen.

Zu welchen Themen beraten Sie?

Wir beraten zu allen Fragen rund um Teilhabe, aber auch zu Leistungen und Zuständigkeiten, zum Beispiel bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, zum Umbau eines Autos oder Rehabilitations-Maßnahmen.

Sie sind aktuell noch am Aufbau der Beratungsstelle. Wie läuft da die Beratung ab?

Seit 1. Juni bekommen wir Fördergelder über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Seitdem beraten wir auch schon, aber vorwiegend bin ich noch am Aufbau der Beratungsstelle. Wir sind noch auf der Suche nach Räumen, deshalb gibt es noch keine festen Öffnungszeiten. Wer sich beraten lassen möchte, kann jedoch einen individuellen Beratungstermin und Treffpunkt vereinbaren.

Kontakt:

Janet Meyer und die Peer-Supporter der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) sind zu erreichen unter Telefon 0151 42 888 792 oder E-Mail info@eutb-rhink.de.


Von: Claudia Kestler

Janet Meyer berät Menschen mit Behinderung und deren Angehörige im Rahmen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung. Foto: Foto Ganzmann

26.09.2018

„Ich sehe uns als Lotsen“

Neues Beratungsangebot unterstützt Menschen mit Behinderung bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Roth/ Schwabach – Im Landkreis Roth und der Stadt Schwabach gibt es ein neues Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung, deren Angehörige und Interessierte: die sogenannte Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB. Das Beratungsangebot wird auf Grundlage des Bundesteilhabegesetzes eingeführt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert; umgesetzt wird es unter anderem vom Rother Inklusionsnetzwerk e.V. Die Rummelsberger Diakonie unterstützt die Beratungsstelle und ist Mitglied im Trägerverein. Projektleiterin Janet Meyer erklärt die Ziele des neuen Angebots.

Frau Meyer, welches Ziel verfolgt die neue Teilhabeberatung?

Menschen mit Behinderung sollen selbstbestimmt leben können. Hier in der Region gibt es schon ein breites Spektrum an unterstützenden Angeboten. Wir wollen dazu keine Konkurrenz sein, sondern den Betroffenen aufzeigen, welche Möglichkeiten sie haben. Ich sehe uns daher als Lotsen. Ich schaue, welcher Bedarf da ist und vermittle dann entsprechend weiter. Dabei soll der Ratsuchende immer selbst entscheiden, welche Hilfe er annehmen möchte. Besonderheit der EUTB des Rother Inklusionsnetzwerks e.V. ist, dass bei uns Menschen mit Behinderung andere Menschen mit Behinderung unterstützen.

Wie sieht diese Unterstützung konkret aus?

Bei uns arbeiten sogenannte Peer-Lotsen, das sind ehrenamtliche Erfahrungsgeber. Es sind Menschen mit Behinderung, die wir als Experten in eigener Sache ansehen. Aktuell haben wir 17 Peer-Lotsen. Sie begegnen den Ratsuchenden auf Augenhöhe. Bei der Beratung und Unterstützung können sie auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Die Peer-Lotsen arbeiten ehrenamtlich. Ich begleite und unterstütze sie, indem sie regelmäßig geschult werden und in engem Austausch mit mir stehen. Bei Feedback-Tagen reflektieren und besprechen wir die Beratungen. Bei Bedarf holen wir uns dann auch externe Referenten für Fortbildungen.

Zu welchen Themen beraten Sie?

Wir beraten zu allen Fragen rund um Teilhabe, aber auch zu Leistungen und Zuständigkeiten, zum Beispiel bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises, zum Umbau eines Autos oder Rehabilitations-Maßnahmen.

Sie sind aktuell noch am Aufbau der Beratungsstelle. Wie läuft da die Beratung ab?

Seit 1. Juni bekommen wir Fördergelder über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Seitdem beraten wir auch schon, aber vorwiegend bin ich noch am Aufbau der Beratungsstelle. Wir sind noch auf der Suche nach Räumen, deshalb gibt es noch keine festen Öffnungszeiten. Wer sich beraten lassen möchte, kann jedoch einen individuellen Beratungstermin und Treffpunkt vereinbaren.

Kontakt:

Janet Meyer und die Peer-Supporter der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) sind zu erreichen unter Telefon 0151 42 888 792 oder E-Mail info@eutb-rhink.de.


Von: Claudia Kestler

Janet Meyer berät Menschen mit Behinderung und deren Angehörige im Rahmen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung. Foto: Foto Ganzmann