Auf Augenhöhe.

Angebote für Menschen mit Behinderung

Infos zum Standort

Neue Impulse für inklusive Freizeiten

Das Freizeitprogramm für Menschen mit und ohne Behinderung im Nürnberger Land wird neu ausgerichtet - Rummelsberger Diakonie, Caritas und Lebenshilfe laden zur Diskussionsrunde – Fragebogen geplant

Röthenbach  – Immer weniger Anmeldungen und kurzfristige Absagen: Das Freizeitprogramm im Nürnberger Land für Menschen mit und ohne Behinderung von Rummelsberger Diakonie und Caritas soll neu ausgerichtet werden. Deshalb laden Rummelsberger Diakonie, Caritas und Lebenshilfe am Donnerstag, 16. März, um 18.30 Uhr zu einer Diskussionsrunde ins Mehrgenerationenhaus in Röthenbach ein. Die drei großen Träger haben sich im Nürnberger Land zur Arbeitsgemeinschaft Offene Behindertenarbeit zusammengeschlossen. Wie die Anregungen der Bürger ins Freizeitprogramm einfließen sollen, erklärt Karolin Stratulat von der Offenen Behindertenarbeit der Rummelsberger Diakonie.

Frau Stratulat, Segelfliegen, Waldseilpark, Playmobil Funpark und Lutherausstellung. Das klingt doch nach einem ausgewogenen Angebot. Woran liegt es, dass die Nachfrage so gering ist?
Karolin Stratulat:
Das wissen wir eben nicht genau, weil wir so wenige Rückmeldungen von unseren Teilnehmern bekommen. Angebote wie das Segelfliegen oder unsere Radtour sind meist ausgebucht. Nicht gut angenommen werden Bildungsangebote wie Ausflüge ins Museum oder zu einer Ausstellung. Deshalb haben wir uns für die Diskussionsveranstaltung entschieden. Wir hoffen, dass wir mit Menschen mit und ohne Behinderung über das Freizeitprogramm ins Gespräch kommen. Außerdem wollen wir die Gelegenheit nutzen, die Offene Behindertenarbeit im Nürnberger Land insgesamt vorzustellen.

Schwächeln die Zahlen in allen Bereichen? 
Stratulat: Nein. Unsere Angebote werden von Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen. Vor allem die mehrtägigen Freizeiten laufen sehr gut. Hier funktioniert die Inklusion. Etwa ein Drittel der Kinder, die sich für die Abenteuerfreizeit auf der Harnbachmühle in Rupprechtstegen in der Hersbrucker Schweiz anmelden, haben keine Behinderung.

Was bietet die Offene Behindertenarbeit noch an?
Stratulat: Wir beraten Menschen mit Behinderung, deren Angehörige und Fachkräfte zu Themen, die mit der Behinderung zu tun haben. Wir informieren, kooperieren mit anderen Trägern und vernetzen die Angebote in der Region. So tragen wir dazu bei, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft selbstverständlich wird.

Haben Sie selbst schon Ideen, wie Sie das Freizeitprogramm attraktiver gestalten können?
Stratulat:
Wir wollen die Bildungsangebote für Erwachsene umgestalten. Weg vom Besuch einer Ausstellung – hin zu mehr lebenspraktischer Bildung. In Kooperation mit dem Ambulant unterstützen Wohnen möchten wir künftig zum Beispiel einen Kochkurs vor Ort anbieten. Wir stellen uns das als Bildungsreihe vor. Weitere Themen könnten sein: „Erste-Hilfe“ und „Hilfen bei der effektiven Haushaltsführung“.

Neben der Diskussionsrunde wird es eine Umfrage geben. Wie können sich die Bürger daran beteiligen?
Stratulat: Ende März veröffentlichen wir einen Fragebogen auf der Webseite der Rummelsberger Diakonie www.rummelsberger-diakonie.de/behindertenhilfe. Außerdem befragen wir die Bewohner des Wichernhauses, die Beschäftigten der Wichernhaus-Werkstätten und Kinder und Eltern der Heilpädagogischen Tagesstätte in Altdorf. Auch die Caritas befragt ihre Klienten. Dann können wir mit Hilfe der Anregungen schon für 2018 wieder ein attraktives Freizeitprogramm planen.

Das Büro der Offenen Behindertenarbeit der Rummelsberger Diakonie im Nürnberger Land befindet in der Röderstraße 7 in Altdorf. Einen Beratungstermin können Sie bei Karolin Stratulat unter der Telefonnummer 09187 95 47 20 oder per E-Mail stratulat.karolin@rummelsberger.net vereinbaren. 

Heike Reinhold

Karolin_Stratulat_thuler.jpgWandergruppe_Freizeitprogramm_klein.jpgPM_Neukonzeption_Freizeitprogramm.docxPM_Neukonzeption_Freizeitprogramm.pdf
Wie beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis? Karolin Stratulat von Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Rummelsberger Diakonie im Nürnberger Land berät in ihrem Altdorfer Büro Menschen mit Behinderung. Foto: RD / Thuler Die Wandergruppe aus dem Nürnberger Land war im vergangenen August mit dem Freizeitprogramm von Rummelsberger Diakonie und Caritas im Bayerischen Wald. Foto: Rummelsberger Diakonie