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22.01.2018

Manfred-Roth-Stiftung fördert Kinder und Jugendliche

Frühförderung und Heilpädagogische Tagesstätte erhalten zusammen gut 24.000 Euro

Altdorf – Die Manfred-Roth-Stiftung unterstützt erneut Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind. Mit 10.000 Euro fördert die vom Fürther Unternehmer und Norma-Gründer Manfred Roth gegründete Stiftung Jungen und Mädchen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche in der Heilpädagogischen Tagesstätte Langwasser. Weitere 14.200 Euro fließen in die Ausstattung der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle des Wichernhauses Altdorf. „Meinen Freund Manfred Roth würde das sehr freuen“, betonte Dr. Wilhelm Polster, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, bei der Übergabe der beiden symbolischen Schecks am Freitag im Wichernhaus Altdorf. Dort sind derzeit rund 500 Mitarbeitende tätig, die sich um rund 900 bis 1000 Klientinnen und Klienten kümmern, berichtete Diakon Thomas Jacoby, Leiter des Wichernhauses.

Die 24 Mitarbeiterinnen der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle begleiten Kinder, die eine Entwicklungsverzögerung oder Behinderung haben oder denen eine Behinderung droht, von der Geburt bis zur Einschulung. „Wir versuchen, dass die Menschen so selbstständig wie möglich leben können“, fasste Leiterin Martina Zapf zusammen. Etwa 250 Kinder fördern die Fachkräfte pro Jahr. Die Mitarbeitenden gehen auch in die rund 42 Kindergärten der Region, um die jungen Klientinnen und Klienten vor Ort zu begleiten. „Wir brauchen deswegen viele Therapiematerialien doppelt, dreifach und vierfach“, erklärte Zapf. Mithilfe der 14.200 Euro von der Manfred-Roth-Stiftung können sie und ihr Team jetzt wichtige Ausstattung kaufen. „Es sind Dinge, die den Kindern gut tun, aber nicht ausreichend finanziert sind“, erklärte Dr. Günter Breitenbach, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie.

Training im Bauwagen

Johannes Viebig, Leiter des Netzwerks Fachdienst der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, erzählte vom zweiten geförderten Projekt. Einige Kinder der Heilpädagogischen Tagesstätte in Langwasser haben eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und sollen auf möglichst spielerische Art gefördert werden. Dazu fehlte allerdings bislang ein entsprechender Raum. Die Lösung ist ein Bauwagen, der so umgestaltet wird, dass er den Kindern eine lernfreundliche Umgebung bietet. Mithilfe der 10.000 Euro von der Manfred-Roth-Stiftung wird der Wagen jetzt entsprechend ausgestattet. „Da gehen die Kinder natürlich gerne hin“, sagte Viebig, „so macht ihnen das Training viel mehr Spaß.“ Das Besondere an der Idee ist, dass ältere Jugendliche, die im Rahmen der Jugendhilfe eine Ausbildung zum Schreiner machen, den Bauwagen für die jüngeren Kinder umgestalten.

Nach der Übergabe der symbolischen Spendenschecks führte Diakon Thomas Jacoby noch durch das Wichernhaus. Anders als viele andere große Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ist das Wichernhaus „mitten in Altdorf“. „Die Menschen können am Marktplatz einen Kaffee trinken gehen“, erläuterte Diakon Jacoby. Das Wichernhaus umfasst verschiedene Bereiche für Menschen mit Körperbehinderung, die hier von der Geburt über eine Schulvorbereitende Einrichtung, Schule, Internat, Werkstatt, Tagesstätte und Wohnheim für Erwachsene verschiedene Unterstützungsangebote erhalten.


Von: Andrea Wismath

Doppelter Grund zur Freude (v. li.): Mathias Kippenberg, Leiter Fundraising der Rummelsberger Diakonie, Martina Zapf, Leiterin Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle und Therapie Wichernhaus Altdorf, Johannes Viebig, Leiter Netzwerk Fachdienst der Rummelsberger Dienste für junge Menschen, Dr. Wilhelm Polster, Vorstandsvorsitzender der Manfred-Roth-Stiftung, Diakon Thomas Jacoby, Leiter Wichernhaus Altdorf, und Dr. Günter Breitenbach, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie, bei der Übergabe der beiden symbolischen Schecks. Foto: Andrea Wismath